
Evaluierung des GlüStV 2021 läuft und endet bis 31. Dezember 2026

Der aktuelle Stand der Überprüfung im Juli 2026
Im Juli 2026 haben die 16 Bundesländer die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 bereits aufgenommen und konzentrieren sich dabei auf Kanalisierungseffekte sowie Maßnahmen zum Spielerschutz, während die Frist für den Abschlussbericht auf den 31. Dezember 2026 festgelegt bleibt und Verzögerungen bis in das Jahr 2027 möglich erscheinen.
Die gemeinsame Bewertung zielt darauf ab, festzustellen, ob die bestehenden Regelungen die gewünschten Ergebnisse liefern, und bietet zugleich Raum für Anpassungen angesichts anhaltender Herausforderungen im Markt.
Schwerpunkte der Bewertung durch die Länder
Experten der Landesbehörden untersuchen die Wirksamkeit der Kanalisierung, also den Übergang von Spielern in das regulierte Angebot, sowie die Effizienz der Schutzmechanismen für gefährdete Personen, und dabei fließen Daten aus Lizenzvergaben, Kontrollberichten sowie statistischen Erhebungen ein.
Die 16 Bundesländer koordinieren ihre Analysen über gemeinsame Gremien, sammeln Erkenntnisse zu Lizenznehmern und prüfen, inwieweit illegale Angebote zurückgedrängt werden konnten, während sie gleichzeitig die Auswirkungen auf Steuereinnahmen und Marktentwicklung berücksichtigen.
Mögliche Ergebnisse und Anpassungsoptionen
Die Ergebnisse der Evaluierung sollen bis Ende 2026 vorliegen und könnten Empfehlungen für Nachjustierungen enthalten, die dann in einer möglichen Novelle des Vertrags umgesetzt werden, wobei Verzögerungen bis 2027 in Erwägung gezogen werden, falls zusätzliche Datenanalysen erforderlich sind.
Beobachter weisen darauf hin, dass die Überprüfung eine Gelegenheit darstellt, regulatorische Parameter neu auszurichten, insbesondere wenn Marktanteile oder Schutzstandards nicht den erwarteten Werten entsprechen, und dabei dienen Berichte von Lizenzbehörden als Grundlage für fundierte Entscheidungen.

Einbettung in europäische und internationale Kontexte
Die deutsche Evaluierung steht im Einklang mit Entwicklungen in anderen EU-Staaten, wo ähnliche Überprüfungen von Glücksspielregelungen stattfinden, und dabei greifen die Länder auf Erkenntnisse aus Berichten der European Gaming and Betting Association zurück, die vergleichende Daten zu Kanalisierungsraten und Schutzstandards liefern.
Zusätzlich fließen Erkenntnisse aus einer Studie der University of Nevada Reno ein, die regulatorische Ansätze in verschiedenen Märkten untersucht und dabei Aspekte wie Spielerschutz und Marktzugang beleuchtet, während die deutschen Behörden diese internationalen Vergleiche in ihre Bewertung einbeziehen.
Datenerhebung und beteiligte Institutionen
Die Bundesländer nutzen statistische Erhebungen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder sowie ergänzende Analysen von Marktforschungsunternehmen, um ein umfassendes Bild der aktuellen Situation zu zeichnen, und dabei spielen Kennzahlen zu registrierten Spielern, Sperrlisten und Werbeaktivitäten eine zentrale Rolle.
Vertreter der Landesregierungen tauschen sich regelmäßig aus, um einheitliche Bewertungskriterien zu entwickeln, und die Ergebnisse sollen in einem gemeinsamen Bericht zusammengefasst werden, der den politischen Entscheidungsträgern als Entscheidungsgrundlage dient.
Ausblick auf die weitere Entwicklung
Nach Abschluss der Evaluierung könnten die 16 Länder über Änderungen am GlüStV 2021 beraten, wobei die Frist Ende 2026 als Orientierungspunkt gilt und Verzögerungen in die folgenden Monate möglich bleiben, falls komplexe Abstimmungsprozesse erforderlich sind.
Die laufende Überprüfung ermöglicht es, bestehende Regelungen auf Basis aktueller Marktdaten und Schutzindikatoren zu überarbeiten, und dabei dienen die gesammelten Erkenntnisse als Grundlage für eine mögliche Neujustierung der Rahmenbedingungen im regulierten Glücksspielmarkt.
Schlussfolgerung
Die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 durch die 16 Bundesländer schreitet planmäßig voran und soll bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein, wobei ein Fokus auf Kanalisierung und Spielerschutz liegt, und Verzögerungen bis 2027 bleiben möglich. Die Ergebnisse bieten die Grundlage für zukünftige regulatorische Anpassungen im deutschen Markt.